LCM Gebäude und Symbolik
Traditionen und Symbolik, weiße und rotbraune Farbe, dominieren in der Gestaltung des Lettischen Centrums Münster und erinnern indirekt an den lettischen Flaggenton – lettisch, da dies die inhaltliche Funktion des Gebäudes ist: die lettische Kultur zu erhalten und zu pflegen.


Juris Trauciòð, der Autor des Logos des Lettischen Centrums Münster, betont die Idee der lettischen ethnografischen Symbole: die Buchstaben LCM sind in der Vereinigung des Zeichens des Gottes, des Austra- oder Sonnenbaums, der Zeichen Mâra und Auseklîtis enthalten. Eine lebendige Kraft mit Ewigkeit und unermüdlichem Wachstum – Inhalt und Bedeutung des Lettischen Centrums Münster.

Das Holzhandwerk ist für Letten ein traditionelles Handwerk. Seit Jahren ist die LCM-Aula mit einem beeindruckenden Holzschnitt verziert. Dieses Meisterwerk des lettischen Künstlers Zigfrîds Sapietis (seit 1952 wohnhaft in Schottland) hat dank der 1987 ausgeschriebenen Ausstellung – dem Wettbewerb "House of Art" – seine Heimat im Lettischen Centrum Münster gefunden. Nach dem Metamodell wurde die Arbeit in Auftrag gegeben und war direkt für das Centrum bestimmt, das im Wettbewerb mit 16 anderen Werken den Hauptpreis gewonnen hat. In Holz geschnitzte Umrisse, in denen die Eigenschaften der südwestlichen Häuser von Kurzeme (Kurland) zu sehen sind, drücken die Idee vom Schutz der Familienhöfe aus.

Ein lettischer Hof ist ohne eine große Eiche nicht vorstellbar, und dies gilt auch für uns am Haupteingang des Gebäudes: ein Symbol für Stärke und Ausdauer, der König der Volkslieder, der heilige Baum der Letten.
Die Symbolik verleiht dem Haus nicht nur einen lettischen Ton, sondern trägt auch seine Botschaft. Die großartigen Steine, die nicht versehentlich in unsere Landschaft eingebettet wurden, haben auch ihre eigene Geschichte. Diese grauen Freunde sind aus Lettland, aus der Nähe von Pienava und Dþûkste, angekommen, von Ort, wo in den Winterschlachten 1944-1945 Landsmänner gegeneinander kämpfen mussten... Das Ensemble aus drei Steinen zeigt uns, was mit dem lettischen Volk passiert ist, seine gewaltsame Teilung und Zersplitterung. Der Stein auf dem Hügel – mit der 15-Tonnen schwerer Stein mit dem eingravierten Austra-Zeichen und den Jahren 1918-1990 ist wiederum ein Symbol für die Einheit des Geistes des lettischen Volkes, die Stärke und die Freiheit des Lettlands. Diese monumentale Idee wurde 1990 von Mârtiòð Zandbergs, dem damaligen Vorsitzender von LCM, in Zusammenarbeit mit einer großen Gruppe von Unterstützern in Lettland und Deutschland kultiviert und umgesetzt. Autoren der künstlerischen Komposition sind Uldis Eðenvalds, Juris Jansons und Roberts Vecums.




